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Tierversuche

 

Tierversuche 

Jedes Jahr leiden Millionen Tiere in deutschen Laboratorien.
Die Öffentlichkeit ist über Details und Umstände von Tierexperimenten kaum informiert.

In der BRD sind ca. 80% der Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben und müssen deshalb den Behörden nur angezeigt werden. Lediglich die restlichen 20% unterliegen einer Genehmigungspflicht. Noch immer werden selbst die grausamsten Tierversuche genehmigt, da sie einerseits in verschiedenen Gesetzen vorgeschrieben, und andererseits die im Grundgesetz verankerte Freiheit von Forschung und Lehre, Vorrang vor dem Tierschutzgesetz hat.

 

 

In vielen Fällen verletzen die Versuche nicht nur die Tiere und verschwenden dabei auch noch Geld, sie verletzen und töten auch Menschen. Die Arzneimittel Thalidomid (Contergan), Zomax und DES wurden allesamt an Tieren getestet und für sicher befunden, hatten jedoch ganz verheerende Folgen für die Menschen, die sie benutzten.

Tierversuche leiten auch die Forscher in ihren Studien fehl. Dr. Albert Sabin, der die Polio-Schluckimpfung entwickelte, nannte als Beweis für die Gefahren, die von einer Forschung ausgehen, die sich auf Tierversuche stützt, bei einer Kongressanhörung das folgende Beispiel:

"Der paralytischen Polio konnte man nur Herr werden, indem man die irreversible Zerstörung der großen Zahl an motorischen Nervenzellen verhinderte; diese Arbeit der Prävention wurde verzögert, weil man eine irrige Vorstellung von der Art der Erkrankung beim Menschen hatte, die daherrührte, dass man völlig irreführende Krankheitsmodelle in Experimenten an Affen zugrundelegte."

Von den Millionen Medikamenten auf dem Markt, werden von derWeltgesundheitsorganisation (WHO) ganze 200 als wirklich notwendig erachtet. Nach Angaben der FDA verfügten 84 % der neuen Arzneimittel, die von den 25 grössten Pharmakonzernen hergestellt wurden, über nur geringfügiges bis überhaupt kein Potential für eine verbesserte Patientenbehandlung. Nur 3 % wurden als wirklich bedeutende Fortschritte eingeschätzt.

 

Der Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche gehören zur Zeit mehr als 300 Ärzte, Tierärzte und im klinischen Bereich tätige Psychologen und Wissenschaftler an, die das Tierexperiment engagiert ablehnen. Sie dokumentieren und informieren über Tierversuche in deutschen Laboratorien und zeigen Wege für eine menschengerechte Medizin ohne Tierquälerei auf.

 

 

Was Sie tun können
Zwischenzeitlich sollten Sie versuchen, Medikamente wirklich nur dann zu kaufen und einzunehmen, wenn es unbedingt erforderlich ist, denn halten Sie sich bitte immer vor Augen, dass der Verkauf von Arzneimitteln letztendlich auch ein profitables Geschäft ist.

Bedenken Sie:
Mehr als 200.000 neue Arzneimittel kommen alljährlich auf den Weltmarkt!
die meisten von Ihnen, nachdem sie auf altertümlichste Weise "getestet" wurden ... - im Tierversuch -

 

 

27.12.07

Trauriger Rekord: Mehr Tierversuche in deutschen Labors

Auch 2006 stieg der Verbrauch an Tieren, die für Versuchszwecke in Labors qualvoll leiden und sterben. Im Vergleich zum Vorjahr wurden insgesamt 105.589 Tiere mehr in Tierversuchen eingesetzt. Das ist ein Anstieg um 4,4 Prozent. Die Tierversuchs-Statistik, die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Freitag (21.12.2007) veröffentlicht hat, zeigt, dass Politik und Wissenschaft es auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht geschafft haben, einer Forschung ohne Tierleid zum Durchbruch zu verhelfen. Der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossene wissenschaftliche Einrichtung „Akademie für Tierschutz“ fordern die Bundesregierung auf, ihr Versprechen, die Zahl der Tierversuche zu reduzieren, umzusetzen. Ein Schritt wäre eine Verschärfung des Genehmigungsverfahrens für Tierversuchsanträge.
 

 

 

 

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