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Legehennen
Ostern qualfrei: Käfigeier gehören nicht ins Nest
Der Deutsche Tierschutzbund warnt vor dem Kauf von vorgefärbten Eiern. Da diese von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind, werden unter der Farbe oft Eier mit der 3, also aus der Käfighaltung versteckt. Zudem sollte zur Osterzeit ein deutliches Zeichen für den Tierschutz gesetzt und auch auf Produkte mit Käfigeiern verzichtet werden. Fertigprodukte wie Backmischungen und Fertiggebäck sowie Nudeln und Eierlikör enthalten meist Eier aus der Qualhaltung. Der Osterappell des Deutschen Tierschutzbundes 2007 lautet: Wo Tierqual drin ist, sollte auch Tierqual draufstehen.
Beim Kauf von Schaleneiern entscheiden sich immer mehr Verbraucher bewusst gegen Eier aus der tierquälerischen Käfighaltung mit der Kennzeichnung 3. Was viele Menschen jedoch nicht wissen: vorgefärbte Eier müssen keinen Herkunftsstempel tragen. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt deshalb, Ostereier am besten selbst zu färben bzw. nur vorgefärbte Eier, die konkret als Öko-, Freiland- oder Bodenhaltungseier ausgewiesen sind, zu kaufen und alle anderen Eier zu boykottieren. Für das Selberfärben gilt natürlich, nur die Eier für den Ostertisch und die Osternester zu verwenden, die aus artgerechter Haltung stammen: Das sind die Eier mit der Kennung 0 für Bio, 1 für Freiland und 2 für Bodenhaltung.
Über 80 % der Bevölkerung lehnen die Käfighaltung von Legehennen ab. Doch in buntgefärbten Eiern, Eierlikör, Fertignudeln oder Fertigkuchen versteckt finden die Käfig-Ei-Produzenten immer noch Abnehmer für ihre Eier aus Qualhaltung: Etwa 40 % der in Deutschland produzierten Eier werden in Nudeln oder Fertigprodukten verarbeitet, ohne dass der Verbraucher darüber aufgeklärt werden muss, aus welchem Haltungssystem die Eier stammen. Der Deutsche Tierschutzbund verbindet seinen Osterappell daher mit der Forderung, alle Produkte nach Tierschutzkriterien zu kennzeichnen. Das Motto: Wo Tierqual drin ist, sollte auch Tierqual draufstehen.
Am Aussehen sind die Eier von Hühnern, die in tiergerechter Freilandhaltung leben, nicht von denen ihrer Artgenossinnen zu unterscheiden, die in der tierquälerischen Käfighaltung dahinvegetieren.
Mit unserer Lobbyarbeit und mit der Kampagne "Kein Ei aus Quälerei" setzen wir uns seit Jahren für ein Verbot der grausamen Käfighaltung von Legehennen ein. Und wir hatten Erfolg: Mit der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, die seit März 2002 in Kraft ist, hatte die Bundesregierung Käfigbatterien von 2007 an verboten. Eine Mehrheit des Bundesrates versucht jedoch zurzeit allerdings, das Verbot wieder rückgängig zu machen. Die letzte Entscheidung liegt bei Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer.

