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Flachlandgorillas


 

 

Der Flachlandgorilla

 

 



Der westliche Flachlandgorilla lebt in Zentralafrika vom Süden Nigerias bis zum Kongo-Fluss. Gorillas sind die größten Primaten und gehören zu den engsten Verwandten des Menschen. Gorillamänner können sich zu einer Größe von 1,70 Meter aufrichten und wiegen bis zu 275 Kilogramm - mehr als doppelt so viel wie die Weibchen. Gorillas sind fast reine Vegetarier und gelten trotz ihrer beeindruckenden Größe als friedfertig und geduldig. Überraschende Attacken dieser Urwaldkönige auf Menschen sind nicht bekannt.

Werden Gorillas provoziert, versuchen sie den Angreifer durch Scheinangriffe, Geschrei, Brusttrommeln und Abreißen von Ästen in die Flucht zu treiben. Kämpfe mit Artgenossen sind äußerst selten, da Gorillas keine Territorien verteidigen. In ihrem Streifgebiet von bis zu 30 Quadratkilometern gehen sie anderen Gruppen aus dem Weg.

Gorillagruppen bestehen in der Regel aus einem erwachsenen Männchen, dem Silberrücken, mehreren Weibchen und ihren Jungtieren. Der Silberrücken bestimmt in der Gruppe, wann geruht und wann aufgebrochen wird. Er ist der Vater der Kinder in der Gruppe, die nach einer Tragzeit von knapp neun Monaten mit nur zwei Kilo Geburtsgewicht zur Welt kommen.

Der westliche Flachlandgorilla ist stark gefährdet. Einige Populationen sind vobedroht. Heute leben in Afrika noch etwa 110.000 Tiere in teilweise isolierten Gruppen. Ihr Lebensraum, der tropische Regenwald, schwindet durch rücksichtslosen Holzeinschlag und Brandrodungsfeldbau.

Zusätzliche Gefahren für den Gorilla sind eingeschleppte menschliche Krankheiten und die Zunahme des kommerziellen Handels mit Wildfleisch.

Wegen der geringen Fortpflanzungsrate der Gorillas erholen sich geschwächte Bestände nur sehr langsam.

In mehreren zentralafrikanischen Ländern arbeitet der WWF für den Schutz des Gorillas und seines Lebensraumes, so auch im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet im Südwesten der Zentralafrikanischen Republik. Hier wachen Wildhüter über die Population der Gorillas. Ein naturverträglicher Tourismus sorgt dafür, dass die Einheimischen vom Schutz des Gorillas und seiner Wälder profitieren. Denn eine der Hauptattraktionen für Touristen, die in den Park kommen, ist die Begegnung mit diesen eindrucksvollen Tieren.

 

 

Spendenadresse

 

Friedliche Riesen vom Aussterben bedroht!

Für Westliche Flachland-Gorillas ist es 5 vor 12!

In West- und Zentralafrika kommt Jahr für Jahr über eine Million Tonnen Fleisch von bedrohten Tieren auf den Tisch. Die Flachland-Gorillas sind besonders bedroht. Die großen, schwerfälligen Tiere sind eine ideale Zielscheibe für Wilderer, die Gorilla-Köpfe, -Pranken und -Körper als billiges „Buschfleisch“ oder magischen Zauber auf Märkten verkaufen.

Vor zehn Jahren wurden noch über hunderttausend Tiere gezählt. Doch profitgierige Wilderer, internationale Holzkonzerne, die auf der Suche nach kostbarem Tropenholz den Lebensraum der Gorillas zerstören, und der Ebola-Virus haben den Bestand drastisch reduziert. In einigen Gebieten hat nur jeder zehnte Flachland-Gorilla überlebt.

Zwar ist die Jagd auf Gorillas illegal, dennoch taucht ihr Fleisch als „Bushmeat“ auf lokalen Märkten auf

 


 

 

 


Dian Fossey,
Anwältin der sanften Riesen

 



du bist die anwältin
der sanften riesen,
mit ungeheurer kraft und
großen dunklen augen,
mit einem klugen blick,
der bis ins mark dringt
und uns fragt:
"mensch - was tust du uns an?"

doch wer hört schon diese frage?
wer nimmt sie wahr
und sieht sie an als wahr?

man hat dich ermordet
mit der kälte des geldes
und der gier,
doch bleiben wirst du
DIE anwältin der sanften riesen!
deine bedeutungslosen mörder
versinken in das NICHTS
des ewigen vergessens.
du aber
lebst in jedem atemzug
deiner schützlinge
und der menschen,
die dich lieben!

lass dich umarmen,
du unvergessene
anwältin der sanften riesen!

© Gerhard Becker 2003

 


Gorilla - Forscherin, Tierschützerin, Autorin

Dian Fossey wurde am 16. Januar 1932 geboren.Als sie 31 Jahre alt war und als Therapeutin für behinderte Kinder in Kentucky arbeitete, hörte sie einen Vortrag über die Berggorillas von einem bekannten Zoologen. Der Vortrag begeisterte sie dermaßen, dass sie beschloss, dem Forscher zu helfen. Sie reisten in den Dschungel von Ruanda.

Es war schrecklich, was sie dort vorfand: Die Gorillas wurden abgemetzelt und ihre Hände und Schädel an Touristen verkauft. Die größte Jagd machte man auf Gorilla-Babys, um sie an Zoos und Privatpersonen zu verscherbeln. Für ein solches Baby erzielten Tierhändler bis zu 60.000 Dollar - aber der größte Teil der Gruppe musste dafür sterben, da die Gorillas ihre Jungen bis zur Selbstaufopferung verteidigen. Die Tierhändler und Wilderer schlachteten skrupellos die Erwachsenen ab, um an die Babys zu kommen.

Auch die immer dichter werdende Besiedlung war ein Grund, dass sich die Gorillas in immer höhere Gebiete zurückzogen.



 
Oft erkranken sie hier in den höheren Regionen schwer oder starben an Erkältung oder Lungenentzündung. Dian Fossey war von Anfang an von den Gorillas so fasziniert, dass sie beschloss, alles über sie zu erfahren. Sie war sehr häufig in ihrer Nähe und machte Beobachtungen über ihr soziales Verhalten. Immer näher durfte sie an die Gruppe heran, dann war sie akzeptiert und lebte fast mit ihnen. Nie zuvor war ein Mensch so nahe an die Berggorillas gekommen, nie zuvor wurden Aufzeichnungen über einen Zeitraum von 20 Jahren gemacht. Aus der anfänglich wissenschaftlichen Faszination und dem Interesse wuchs eine tiefe Liebe zu den Menschenaffen.

Dian war von den vom Aussterben bedtrohten Tieren so fasziniert, dass sie 22 Jahre, bis zu ihrem Tod, dort blieb und ihr Leben den Tieren widmete.

Umso schlimmer war es für sie, immer wieder mit zu erleben, wie die Tiere aus ihrer Familie gerissen und an Zoos verkauft wurden oder - noch schlimmer, abgemetzelt wurden. Immer wieder hat Dian Fossey für die Tiere gekämpft. Den Wilderern war sie ein Dorn im Auge.

1983 erschien ein Buch von Dian Fossey, in dem sie die Problematik eindringlich schilderte. Die Öffentlichkeit wurde auf das barbarische Abschlachten und Verkaufen aufmerksam und die Wilderer hatten das Nachsehen.



 

Ohne den unermüdlichen Einsatz von Dian Fossey wären diese Gorillas vielleicht schon ausgerottet. Sie gründete die Forschungsstation Karisoke in Ruanda in 3000 m Höhe.

Aber die Wilderer rächten sich. Dian Fossey starb im Dschungel von Ruanda im Alter von 53 Jahren. Am 26. Dezember 1985 wurde sie brutal ermordet, die Mörder sind bis heute auf freiem Fuß.

Ihr Mut und ihr Eintreten für die Tiere ist bewundernswert und hat Früchte getragen - aber ihr Leben gekostet. Ihre Arbeit wurde weitergeführt und nicht zuletzt der Film "Gorillas im Nebel" trug in entscheidender Weise dazu bei, die Problematik publik zu machen und diese einmaligen Tiere zu schützen .

 



 

          Hinweise

    Zahlreiche Institute in Deutschland experimentieren mit Primaten.
    Die Webseite von Gerhard Quast "Geopfert für die Wissenschaft" ist leider nicht mehr im Netz...

    Helfen Sie mit, die unsagbare Qual der Menschenaffen zu beenden! Hier erhalten Sie Unterlagen über Experimente mit Affen an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Herausgeber ist die Vereinigung "Ärzte gegen Tierversuche", Nußzeil 50, D - 60433 Frankfurt a.M.

     

 

 

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