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Elefanten

Das Elefantenschutzprojekt von PRO WILDLIFE

 


 

Elefanten in Afrika

 



Hoffnungsschimmer in ernster Lage

Etwa drei bis fünf Millionen Elefanten lebten zu Beginn des 20.Jahrhunderts in Afrika. 1979 waren es noch etwa 1,3 Millionen Elefanten.

Heute sind es, nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN zwischen 300.000 und 500.000 Tiere, verteilt auf 37 Länder. Die größten Populationen Afrikanischer Elefanten leben in Tansania, Botswana, Zimbabwe, Kongo, Gabun und in der Demokratischen Republik Kongo.

Die meisten Bestände in West- und Zentralafrika sind weiter rückläufig, während sich die Elefanten-Populationen im südlichen Afrika stabilisiert haben oder sogar wieder anwachsen. Insgesamt hat der Bestand an Elefanten in Afrika hat seit 1990 wieder zugenommen. Allein in Kenia wuchs ihre Zahl von 22.000 auf heute etwa 27.000 Tiere.

Neues Elefanten-Programm des WWF in Afrika
Nach zahlreichen Aktionen und Projekten startete der WWF im Jahr 2000 ein neues, ganzheitliches Programm zum Schutz Afrikanischer Elefanten, um deren Überleben auch in Zukunft sicher zu stellen. Vier Ziele verfolgen die WWF-Kollegen in Afrika:

1. Entwicklung besserer Schutz- und Managementmethoden, um die Zahl der getöteten Elefanten zu verringern. Dazu gehört die Gründung des neuen Quirimba-Nationalparks in Mozambique mit WWF-Hilfe. Er umfasst etwa 600.000 Hektar Elefantenland in Wald und Savanne.

2. Verringerung der Konflikte zwischen Mensch und Elefant – zum Beispiel durch die innovative Anwendung von Chilli, Maschinenöl und Elefantendung: Mit solchen Stink-Bomben beziehungsweise damit getränkten Seilen konnte einigen Dörfern geholfen werden, Elefanten ohne Abschuss von ihren Äckern fern zu halten. In Quirimba konnte bereits 25 Gemeinden auf diese Weise geholfen werden, mit den Elefanten von nun an friedlich zusammenzuleben. Helena Motta, WWF-Programmkoordinatorin in Mozambique: „Der Projekterfolg ist für die Menschen ein ganz direkter. Ihre Felder werden nicht mehr verwüstet und sie ernten mehr. Das hat aus ihnen begeisterte Unterstützer des Nationalparks werden lassen. Das hilft uns sehr, die Elefanten auf Dauer zu schützen.“ Inzwischen wird das Erfolgsrezept bereits außerhalb des Nationalparks angewandt.

3. Ausbau der Umweltbildung.

4. Reduzierung des illegalen Handels mit Elefantenprodukten
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Berlin, 18.10.2002

EU-Umweltminister gegen Freigabe des Elfenbeinhandels

Anreize für Wilderei und Elfenbeinschmuggel verhindern

Der Umweltrat der Europäischen Union hat sich gestern Abend gegen eine Lockerung der Regeln für den Handel mit Elfenbein ausgesprochen. Diese Position wird die EU auf der 12.Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen vertreten. "Wir sind besorgt über den Wiederanstieg des Elfenbeinschmuggels in den letzten Jahren", sagteBundesumweltminister Jürgen Trittin. Eine weitere Freigabe des Handels würde den Anreiz zur Wilderei, die in den letzten Jahren ohnehin ebenfalls wieder zugenommen hat, nochverstärken.

Die 12. Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen wird vom 3. bis 15. November in Santiago de Chile stattfinden. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz wirdeinmal mehr die Diskussion um die Freigabe eines begrenzten Handels mit Elfenbein und Elfenantenprodukten sein. Botsuana, Namibia, Sambia, Simbabwe und Südafrika haben erneut beantragt, denVerkauf von etlichen Tonnen Rohelfenbein aus Regierungslagerbeständen freizugeben. Dem gegenüber fordern Kenia und Indien die Wiederherstellung des absoluten Handelsverbotes für alleElefantenpopulationen. Aus Gründen des Vorsorgeprinzips, der auch im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens gilt, erachten es die EU-Umweltminister für unverantwortlich,eine auch nur teilweise Freigabe des Handels mit Rohelfenbein zu unterstützen.

"Wir waren eigentlich sogar der Auffassung, dass sich die EU der Forderung nach einem absoluten Handelsverbot anschließen sollte", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Allerdingsfand Deutschland keine Mitstreiter innerhalb der EU für diese Position. "Für die Bundesregierung war es jedoch vorrangig, dass die EU geschlossen ihr politisches Gewicht in die Waagschalewirft, um eine erneute Handelsfreigabe von Elfenbein zu verhindern", betonte Trittin. Deutschland hat sich deshalb bei der Abstimmung in Luxemburg enthalten und die deutsche Position zu Protokollgegeben. Damit wird es möglich, dass die Europäische Gemeinschaft in Santiago de Chile geschlossen gegen die beantragte Lockerung des Elfenbeinhandels auftritt.

 


 

 

 

 

 

 

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