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Der Große Panda
 Wo kein Bambus wächst, kann der Große Panda nicht überleben. Bis zu 35 Kilogramm braucht ein Tier am Tag, um satt zu werden. Doch die Heimat der Pandas, die Bergwälder Chinas und Burmas, wurden größtenteils abgeholzt und in Felder umgewandelt. Nur noch etwa 1.600 Tiere leben in letzten kleinen Waldinselchen inmitten von Äckern, Straßen und Siedlungen.
 Neue Hoffnung
 Die chinesische Regierung hat der Abholzung der Baumbuswälder 1998 ein Ende gesetzt. Damit steigen die Chancen, die seltenen Bären doch noch vor dem Aussterben zu bewahren. Allerdings sind die verbliebenen Gebiete bereits sehr fragmentiert. Allein in der dicht besiedelten Provinz Sichuan wurde in den siebziger und achtziger Jahren die Hälfte des Lebensraumes des Pandas zerstört. Die letzten Rückzugsgebiete der Pandas sollen jetzt durch die Schaffung grüner Korridore verbunden werden. Das ist besonders wichtig, damit die Pandas wieder zu ihren Futterquellen wandern können und der Austausch der verschiedenen Populationen sichergestellt wird.
 Ein Erfolg auch für den WWF
 Mehr als 25 Jahre WWF-Einsatz in China haben mitgeholfen, die wichtigsten Voraussetzungen für das langfristige Überleben der Pandas in freier Wildbahn zu schaffen. Der WWF als erste internationale Umweltschutzorganisation in diesem Land arbeitet eng mit der lokalen Regierung und der Verwaltung der Naturschutzgebiete zusammen. Die Umweltstiftung hilft nicht nur beim Park-Management und der Organisation von Anti-Wilderer-Patrouillen, sondern unterstützt die lokale Bevölkerung in der Erschließung alternativer Einkommensquellen.
Auf der Suche nach dem Bambus
Das Symbol aller bedrohten Tierarten nagt für sein Leben gern an Bambussprossen. Doch mit den Bambuswäldern in Chinas Bergen sterben auch die schwarz-weißen Pandabären.
Der Große Panda hat es geschafft. Wie kaum eine andere bedrohte Tierart haben es die sanften Riesen aus den chinesischen Wäldern zu weltweiter Popularität gebracht. Der Panda ist nicht nur Wappentier der Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF), er zählt auch zu den Hauptattraktionen in den Zoos der Welt.
Doch genau hier liegt auch Gefahr. In Gefangenschaft erweisen sich die schwarz-weißen Bären als die reinsten Sexmuffel. Artenschützer haben daher die Hoffnung aufgegeben, mit Hilfe der Zoos das Überleben der Bären zu sichern. Vielmehr könnte der Bedarf der Tierzüchter den Druck auf die Pandas in ihrer Heimat noch erhöhen.
Dort, genauer in einer etwa 15.000 Quadratkilometer großen Region im Südwesten Chinas, leben gerade noch tausend Pandas. Früher häufig in Flusstälern zu Hause, hat die Besiedlung durch den Menschen die Tiere mittlerweile in 1200 bis 3900 Meter hohe, dicht bewaldete Bergregionen vertrieben.
Dort gehen die Bären ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: dem Fressen. Vor allem Bambussprossen und -wurzeln stehen auf dem Speiseplan der Tiere, die sich bis zu zwölf Stunden täglich mit Mahlzeiten beschäftigen können. Versteckt im dichten Gebüsch, verzehrt der Panda 15 bis 30 Kilogramm Bambus am Tag - bis zu 40 Prozent seines Körpergewichts.
Falls genügend Nahrung vorhanden ist: Denn die Bambusblüte erreicht je nach Region alle 30 bis 80 Jahre ihr Maximum, anschließend sterben die Pflanzen weitgehend ab, die Pandas müssen weiterziehen. Früher war das kein Problem, doch mit dem Vormarsch der Menschen schneiden heute Straßen, Siedlungen oder landwirtschaftlich genutzte Flächen den Weg ab. Die Beschränkung auf Waldinseln fördert bei den Tieren, deren Weibchen nur zwei bis drei Tage im Jahr paarungsbereit sind, den Inzest; die zum Überleben notwendige genetische Vielfalt geht zurück.
Dabei haben es die Pandas auch ohne Bedrohung durch den Menschen nicht leicht: Infektionskrankheiten und die Gefahr, von der schweren Mutter in der Wurfhöhle erdrückt zu werden, führen zu einer hohen Sterblichkeit bei den Jungtieren. In freier Wildbahn werden Pandas 18 bis 20 Jahre alt.
Neben der Zerstörung des Lebensraums droht dem einst in Burma, Vietnam, Süd- und Ostchina verbreiteten Großen Panda auch noch andere Gefahr: Manchmal gehen die Bären in Fallen, die für andere Wildtiere bestimmt waren. Wilderer haben es darüber hinaus auf ihr Fell abgesehen, das für Matratzen oder Kleidung verwendet wird. Da ein Pandapelz in Japan nach Angaben des WWF bis zu 20.000 US-Dollar einbringen kann, nehmen Wilderer mitunter sogar die drohende Todesstrafe in Kauf.
Alexander Stirn

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